Informationen zum Projekt

Weihnachten feiern wir Christinnen und Christen die Geburt Jesu Christi. Für ihn war jeder einzelne Mensch wichtig und wertvoll – unabhängig von Geschlecht, Herkunft, sozialem Status, körperlicher oder geistiger Gesundheit. Das, was wir heute Inklusion nennen, war für ihn eine selbstverständliche Lebensgrundhaltung. Es ist klar, dass das Ziel der gleichberechtigten Teilhabe für Menschen mit Behinderungen auch in Deutschland noch längst nicht erreicht ist. Auch für sie bleiben viele Türen verschlossen. Es gibt aber zahlreiche sozial-diakonische Einrichtungen, die sich nicht nur um eine medizinische Versorgung kümmern, sondern sich auch um eine optimale Förderung bemühen. Rechtsvorschriften sollen sicherstellen, dass keine unnötigen Barrieren das Leben erschweren. In Ländern wie dem ostafrikanischen Tansania haben es Menschen mit Behinderungen sehr viel schwerer. Manchmal werden Kinder mit Behinderungen sogar versteckt, weil sie als Strafe Gottes gelten. Häufig fehlt das Geld für Behandlungen und eine angemessene Pflege. Von einer Schul- oder gar Berufsausbildung können viele nur träumen. Die Evangelisch-Lutherische Kirche in Tansania (ELCT), mit der die Evangelisch-Lutherische Landeskirche Sachsens und die Evangelische Kirche in Mitteldeutschland seit vielen Jahrzehnten partnerschaftlich verbunden sind, unterhält verschiedene Einrichtungen und Projekte, die sich um Menschen mit Behinderungen und ihre Familien kümmern. Drei von ihnen sollen mit der Adventsaktion 2018 unterstützt werden. Sie liegen in verschiedenen Diözesen der ELCT und haben unterschiedliche Arbeitsschwerpunkte. Die Spenden, die bei der Adventsaktion zusammenkommen, werden gedrittelt.

Türen auf ... für ein Leben in Gemeinschaft

Das Diakoniezentrum Tandala liegt im bergigen und ländlich geprägten Süden Tansanias. Bedingt durch die Armut in der Region ist auch der Bildungsstand der Menschen größtenteils gering. Es fehlt häufig an grundlegendem Wissen, wie das Leben von Kindern mit Behinderungen verbessert werden kann – angefangen bei einer gesunden Ernährung bis hin zu staatlichen Hilfen. Für viele Familien ist ein behindertes Kind vor allem eine Belastung. Eine Behinderung führt mitunter auch zur Ausgrenzung. Es ist keineswegs selbstverständlich, dass die Kinder am gesellschaftlichen Leben teilnehmen. Deshalb soll in der Region Tandala der Ansatz einer sozialpädagogisch orientierten Physiotherapie des in der Evangelischen Stiftung Neinstedt ausgebildeten Diakons Kirimia Ilomo unterstützt werden. Finanziert werden sollen neben orthopädischen Hilfsmitteln auch Fahrtkosten, Verpflegung und Unterkunft für Angehörige, die sich über die gezielte Pflege und Förderung ihrer Kinder informieren lassen wollen und entsprechende Seminare besuchen.
Beispiel für Kosten: Für 75 Euro können ein Kind und seine Angehörigen eine Woche im Diakoniezentrum behandelt und unterwiesen werden.

Türen auf ... für schulische Bildung

In den Tagesstätten des Diakoniezentrums Faraja im Norden Tansanias sowie in mehreren dezentralen, in Gemeinden verankerten „Tumaini“ (Hoffnungs)-Zentren werden geistig und/oder körperlich benachteiligte Kinder und Jugendliche, die nicht auf eine normale Grundschule gehen können, gezielt gefördert und unterrichtet. Dies ist eine Voraussetzung, um später einen Beruf zu erlernen oder weiterführende Schulen, zum Beispiel in Usa River (siehe unten), besuchen zu können. Wir möchten das Zentrum insbesondere bei den laufenden Kosten für Renovierungen und Reparaturen sowie bei der Anschaffung von Schulkleidung und Unterrichtsmaterialien unterstützen.
Beispiel für Kosten: 25 Euro decken die Ausgaben für ein Kind pro Monat: Lehrergehalt, Renovierungen, Schulmaterial und Essen.

Türen auf ... für ein selbstbestimmtes Leben

Im Rehabilitations- und Trainingszentrum in Usa River im Norden Tansanias wurde eine integrative Sekundarschule errichtet, die im Januar 2019 eröffnet werden soll. Sie ermöglicht sowohl Menschen mit als auch ohne körperliche Beeinträchtigung eine weiterführende Schulbildung bis hin zum Abitur. Damit wird die bereits seit vielen Jahrzehnten gut etablierte Ausbildung in verschiedenen Handwerksberufen ergänzt. In Usa River wird immer wieder deutlich, dass auch Menschen mit einer Behinderung wertvolle Mitglieder ihrer Familie und der sozialen Gemeinschaft sind. Damit die für eine staatliche anerkannte Schule geltenden Standards erfüllt werden können, möchten wir beispielsweise die Ausstattung der Fachlabore mit finanzieren.
Beispiel für Kosten: 13 Rauchmelder à 13 Euro pro Stück, je zwei Feuerlöschdecken und Feuerlöscher à rund 50 Euro pro Stück

Die Bitte um finanzielle Unterstützung ist allerdings nur ein Aspekt der Adventsaktionen. Wir wünschen uns, dass sich Gemeinden und andere kirchliche Einrichtungen mit der Lebenssituation in den Partnerkirchen beschäftigen. Sie sind eingeladen, das vorliegende Material als Grundlage für das globale Lernen zu nutzen. Die Adventsaktion „Türen auf!“ wird am 11. November 2018 (Martinstag) um 10 Uhr mit einem Familiengottesdienst in Leipzig-Stötteritz eröffnet und läuft bis zum 6. Januar 2019 (Epiphanias). Schirmherr ist Oberkirchenrat Christoph Stolte, Vorstandsvorsitzender der Diakonie Mitteldeutschland.


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Türen auf!

Adventsaktion für junge Menschen mit Behinderung in Tansania

Spendenkonto

Ev.-Luth. Missionswerk Leipzig
LKG Sachsen, Bank für Kirche und Diakonie
IBAN: DE37 3506 0190 1608 7000 10
BIC: GENODED1DKD
Aktionsnummer: 220 038 64

 

Ansprechpartner

Ev.-Luth. Missionswerk Leipzig e.V.
Tansania-Referat
Pfarrer Gerhard Richter
Paul-List-Str. 19 • 04103 Leipzig
Telefon: 0341 99 40 642
Kontakt

Evangelisch-Lutherische Landeskirche Sachsens
Oberkirchenrat Friedemann Oehme
Lukasstraße 6 • 01069 Dresden
Telefon: 0351 46 92 212
Kontakt

Evangelische Kirche in Mitteldeutschland (EKM)
Landeskirchenamt der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland
Kirchenrätin Charlotte Weber
Michaelisstraße 39 • 99084 Erfurt
Telefon: 0361 51 80 03 33
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